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Einsatztauchen

Katastrophenschutzübung im Rhein-Sieg-Kreis: Tauchtrupp des Wasserrettungszuges 1 im Mehrtageseinsatz

Veröffentlicht: 12.10.2026
Autor: Tauchen
Ausruhen nach dem ersten Szenario
Essen muss sein, Danke an das DRK!
Aufbauen der Feldbetten in der Turnhalle
Das zweite Szenario am Rhein

Am vergangenen Wochenende nahm der Bezirk Mönchengladbach als fester Bestandteil des Wasserrettungszuges 1 (WRZ 1) an einer mehrtägigen Katastrophenschutzübung im Rhein-Sieg-Kreis teil. Gemeinsam mit dem Wasserrettungszug 6 (WRZ 6) wurden komplexe Schadenslagen nach Starkregen- und Hochwasserereignissen trainiert.

Verlegung und logistische Versorgung
Nach dem Sammeln und Strukturieren der einzelnen Einheiten verlegten beide Züge im geschlossenen Verband (Kolonnenfahrt) in den Bereitstellungsraum nach Lohmar. Vor Ort nutzte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Lage für eine parallele Versorgungsübung: Die Betreuungseinheiten des DRK stellten die Verpflegung sowie den logistischen Aufbau einer Notunterkunft in einer Turnhalle für die Einsatzkräfte beider Wasserrettungszüge sicher.

Übungsszenario 1: Menschenrettung aus überfluteten Fahrzeugen
Am Folgetag verlegten die Einheiten zu den Einsatzabschnitten. Die erste Lage stellte eine überflutete Bundesstraße dar, auf der mehrere Pkw durch Wassermassen eingeschlossen und versunken waren:

  • Vorausplanung während der Anfahrt: Um die Hilfsfrist zu minimieren, rüsteten sich die Einsatztaucher bereits während der Anfahrt weitgehend aus, um am Einsatzort ohne Zeitverzug einsatzbereit zu sein.
  • Strukturierte Suche: Da die genaue Position der Fahrzeuge im Wasser unklar war, wurde das Areal systematisch abgesucht. Um die Effizienz im weitläufigen Suchbereich zu erhöhen, kooperierte der Tauchtrupp Mönchengladbach mit drei Tauchern des Tauchtrupps aus Düren.
  • Rettungskette: Nach der Lokalisierung der Pkw führten die Tauchtrupps die Personenrettung unter Wasser durch und übergaben die Verunfallten an Land unmittelbar an den Sanitätsdienst zur Erstversorgung.

Übungsszenario 2: Technische Hilfeleistung an Unterwasser-Infrastruktur
Im zweiten Einsatzabschnitt galt es, eine drohende Überflutung einer Insel abzuwehren. Die Aufgabe des Mönchengladbacher Tauchtrupps bestand in der technischen Hilfeleistung an einer beschädigten Unterwasser-Rohrleitung:

  • Unter schwierigen Sicht- und Strömungsbedingungen wurden Sicherungs- und Reparaturarbeiten am Leitungsnetz durchgeführt.
  • Der Auftrag konnte innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters vollständig abgeschlossen werden.

Realer Zwischenfall: Kampfmittelfund im Rhein
Während der Nachbereitung und des Materialrückbaus kam es an der Einsatzstelle am Rhein zu einer unvorhergesehenen Reallage. Bedingt durch das aktuelle Niedrigwasser entdeckten die Einsatzkräfte ein freiliegendes Kampfmittel im Uferbereich.
Gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften wurde die Übung kurz vor dem geplanten regulären Ende kontrolliert abgebrochen. Der betroffene Bereich wurde abgesperrt und die zuständigen Ordnungsbehörden sowie der Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Entschärfung hinzugezogen.

Fazit
Die Übungseinheiten im Rhein-Sieg-Kreis bestätigten die Leistungsfähigkeit des Mönchengladbacher Tauchtrupps im Rahmen landesweiter Katastrophenschutzkonzepte. Besonders der fachliche Austausch und die ad-hoc gebildete Kooperation mit den Einsatzkräften aus Düren haben gezeigt, dass Schnittstellen und standardisierte Verfahren (gemäß DGUV und DLRG-Vorschriften) auch organisationsübergreifend reibungslos greifen. Beide Szenarien wurden einsatztaktisch erfolgreich bewältigt.

 

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